10. November 2025

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Start des Verpackungs-EPR-Programms für 2026  geplant

Im Jahr 2022 wurde Colorado nach Oregon und Maine der dritte US-Bundesstaat, der eine erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) für Verpackungen und Druckerzeugnisse eingeführt hat – im Rahmen des Producer Responsibility Program for Statewide Recycling Act (HB22-1355). Die Ausführungsbestimmungen wurden 2024 verabschiedet, der Programmstart ist für Januar 2026 vorgesehen.

Hersteller mussten sich beim einzigen anerkannten Rücknahmesystem (PRO) registrieren und ihre Inverkehrbringungsdaten für 2024 (POM-Daten) bis zum 31. Juli 2025 einreichen, um weiterhin Verpackungen und andere erfasste Materialien in Colorado vertreiben zu dürfen.

Die PRO hat im Juni 2025 ihren Programmplan für 2026–2030 eingereicht. Darin werden der operative Rahmen, Recyclingziele und Ziele für den Einsatz von Rezyklat (PCR-Anteil) definiert. Nach Zustimmung des beratenden Ausschusses wartet der Plan nun auf die endgültige Genehmigung durch die Leitung des Colorado Department of Public Health and Environment (CDPHE), die im Dezember 2025 erwartet wird.

Der Plan umfasst 61 Verpackungs- und Papiermaterialien, die priorisiert gesammelt werden sollen – teils bereits recycelbar (MRL), teils noch nicht recyclingfähig (AML). Beide Gruppen sind Teil des Programms. Für Materialien, die derzeit noch nicht recycelt werden können, werden künftig jedoch höhere Gebühren oder zusätzliche Auflagen gelten, sobald Recyclingkapazitäten ausgebaut sind.

Ein Entwurf des CDPHE zur sogenannten Ökomodulation – einer Gebührenstaffelung nach Umweltkriterien – sieht Nachlässe von bis zu 10 % für recycelbare Verpackungen mit klaren Sortierhinweisen und regionalem Rezyklatanteil vor. Anreize für Wiederverwendungs- und Nachfüllsysteme sollen in späteren Programmphasen folgen.

Das CDPHE will die endgültigen Vorgaben zur Ökomodulation und die Herstellergebühren für 2026 bis zum 31. Oktober 2025 veröffentlichen. Zwar wird die PRO das Verpackungsprogramm zentral verwalten, doch erlaubt das Gesetz den Herstellern, eigene Rücknahmeprogramme einzurichten. Bislang wurde jedoch nur ein solcher Plan von der Lubricant Packaging Manufacturers Association eingereicht.

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