10. November 2025

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Studie stellt große Unterschiede in der Wirksamkeit fest

Am 24. Oktober veröffentlichte der Nachhaltigkeits-Thinktank adelphi eine neue Studie, in der die Leistung von Systemen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) in acht europäischen Ländern verglichen wird. Die von den Dualen Systemen in Deutschland in Auftrag gegebene Studie stellt trotz ähnlicher rechtlicher Rahmenbedingungen erhebliche Unterschiede darin fest, inwieweit EPR-Systeme zu einem hochwertigen Recycling und zu guten Umweltergebnissen beitragen.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass zwar alle untersuchten Länder eine EPR für Verpackungen eingeführt haben, die tatsächliche Wirksamkeit jedoch aufgrund unterschiedlicher Verwaltungsstrukturen, Kostenverteilungsmechanismen, Transparenzanforderungen und Durchsetzungspraktiken stark variiert.

Systeme, in denen Organisationen für Herstellerverantwortung (PROs) den gesamten Betrieb leiten und Eigentümer des Materials sind, erzielen durchweg höhere Erträge und bessere Stückkosten.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Studie ist, dass wettbewerbsorientierte Systeme die Effizienz und Innovation steigern.

Beispiele aus der gesamten EU zeigen, wie Wettbewerb die Leistung steigert und dass Systeme mit klarer Herstellerverantwortung in Verbindung mit reguliertem Wettbewerb durch Kostendruck und kontinuierliche Optimierung weiter verbessert werden.

Systeme in Ländern wie Deutschland, den Niederlanden und Österreich schneiden bei Parametern wie der Überwachung der Einhaltung von Vorschriften und der Transparenz der Abläufe relativ gut ab. Im Gegensatz dazu zeichnen sich schwächere Systeme durch einen Mangel an unabhängiger Aufsicht aus oder bieten nur begrenzte Anreize für Ökodesign und Recyclingfähigkeit.

Die Autoren betonen, dass eine erfolgreiche Umsetzung der EPR nicht nur von Vorschriften abhängt, sondern auch davon, wie die Verantwortlichkeiten zwischen Herstellern, Behörden und Akteuren der Abfallwirtschaft verteilt sind. Eine wirksame Überwachung, angemessene finanzielle Ressourcen und klar definierte Rollen sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass die EPR ihre Umweltziele erreicht.

Die Studie enthält konkrete politische Empfehlungen zur Verbesserung der EPR-Systeme in der gesamten EU, darunter eine bessere Harmonisierung der Berichtsstandards, eine strengere Aufsicht über die Herstellerverantwortungsorganisationen (PROs) und klarere Anreize für eine nachhaltige Verpackungsgestaltung.

Mehr Info zur Studie finden Sie hier. Sie können sich auf der Website auch direkt für ein Webinar am 18. November anmelden, in dem die Autoren der Studie die Ergebnisse vorstellen werden.

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