6. September 2023

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Chemikalien in Batterien: Sichere Nutzung auf dem Prüfstand

Im Anschluss an die kürzlich in Kraft getretene Überarbeitung der EU-Batterieverordnung arbeitet die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) an möglichen Restriktionen für bedenkliche Stoffe, welche in Batterien bzw. deren Produktion eingesetzt werden. In einem ersten Schritt sollen diese bedenklichen Stoffe identifiziert werden.

Die ECHA wird die Europäische Kommission bei der Erstellung einer Studie über potenziell gefährliche Substanzen unterstützen. Insbesondere werden Chemikalien untersucht, die negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, die Umwelt oder das Recycling von qualitativ hochwertigen Rohstoffen haben. Die Arbeit an der Studie wird im nächsten Jahr beginnen und soll Ende 2027 in einem Abschlussbericht münden.

Mit dem Ziel, den Europäischen Batteriemarkt über den gesamten Lebenszyklus hinweg nachhaltiger zu gestalten, wollen ECHA und die Europäische Kommission aus ihrer Sicht notwendige Restriktionen für die Nutzung von schädlichen Chemikalien in Batterien und Abfallbatterien vorlegen.

Weitere Informationen zur Batterieverordnung und zum sicheren Umgang mit Chemikalien finden Sie auf der Webseite der ECHA.

 

Online-Verkäufe 2024 und 2025 werden durch EU-Compliance-Projekt geprüft

Als Teil des harmonisierten Durchführungsprojekts werden die Inspektorinnen und Inspektoren der EU-Mitgliedsstaaten prüfen, inwieweit die in der EU sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen online vertriebenen Produkte den Anforderungen der REACH- und CLP-Verordnungen (Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung) genügen. Die Inspektionen werden nächstes Jahr vorbereitet und im Folgejahr 2025 stattfinden.

Die Behörden wollen sicherstellen, dass die verschiedenen online vertriebenen Produktgruppen (z.B. Spielzeuge, Haushaltsgegenstände oder Chemikalien) die REACH-Restriktionen einhalten. Auch soll gewährleistet werden, dass Verbraucher die nötigen Informationen bezüglich der Mischung von Substanzen, Kennzeichnung und Verpackung gemäß der CLP erhalten.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf Unternehmen, die Elektro- und Elektronikgeräte online verkaufen. Hier werden die Behörden zusätzlich die Einhaltung der RoHS-Richtlinie (Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten) überprüfen.

Das „Enforcement Forum“ der Europäischen Chemikalienagentur hat in vorangegangenen Untersuchungen eine Vielzahl an Verstößen beim Online-Verkauf von Chemikalien festgestellt. Insbesondere wurden Mischungen und Produkte, die gefährliche Substanzen enthalten, nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet bzw. stellten nicht die notwendigen Gefahreninformationen bereit. Vor dem Hintergrund zunehmender Online-Verkäufe und dem Import aus Drittstaaten wächst die Notwendigkeit, die Einhaltung der Regeln zu überprüfen.

Termine

Das zur Landbell Group gehörende Unternehmen H2 Compliance wird im Herbst an einer Vielzahl an Konferenzen und Veranstaltungen zum Chemikalienrecht in den USA teilnehmen:

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