26. August 2021

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Verpackungsrecycling schont Klima und Ressourcen. Doch das funktioniert nur, wenn Sie Verpackungen richtig entsorgen. Hier finden Sie Tipps zur Mülltrennung, mit denen Sie Recycling noch effizienter machen.

Recycling fängt zu Hause an

Verpackungen sind wichtig. Sie schützen Produkte zum Beispiel vor Verunreinigung und Beschädigung oder verhindern, dass Lebensmittel schnell verderben. Allerdings: Für ihre Herstellung werden Rohstoffe verbraucht und es entstehen klimaschädliche Treibhausgase.

Verpackungsrecycling hilft, Rohstoffe einzusparen und das Klima zu entlasten. Die wichtigste Voraussetzung dafür: eine korrekte Mülltrennung.

Die Grundregel für richtige Mülltrennung

In die Gelbe Tonne/den Gelben Sack gehören ausschließlich gebrauchte und restentleerte Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Das sind Leichtverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons. Papier, Pappe und Karton sammeln Sie in der Altpapiertonne, Glasverpackungen nach Farben sortiert in entsprechenden Altglascontainern.

Ganz einfach! Sie wollen es aber genauer wissen?

Tipps für noch bessere Mülltrennung

  • Joghurtbecher trennen: Joghurtbecher bestehen aus unterschiedlichen Materialien. Sie müssen voneinander getrennt entsorgt werden, damit alle Bestandteile recycelt werden können. Der Deckel aus Aluminium wird vom Kunststoffbecher abgelöst. Danach gehört beides in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack. Falls eine Banderole aus Papier vorhanden ist, so kommt sie in die Papiertonne. Damit erleichtern Sie den Sortierprozess der verschiedenen Materialien für eine effizientes Recycling. Übrigens, ausspülen ist nicht nötig. Einfach gut auslöffeln und dann entsorgen.
  • Eine Verpackung, verschiedene Kunststoffe: Bei vielen Kunststoffverpackungen für Lebensmittel besteht die Verschluss- oder Sichtfolie aus anderen Kunststoffen als die Schale. Moderne Sortieranlagen sortieren und recyceln Leichtverpackungen nach Kunststoffart. Aus den recycelten Kunststoffen entstehen hochwertige neue Produkte. Sie können hier helfen, indem Sie Verpackungsbestandteile, soweit möglich, voneinander getrennt in der Gelbe Tonne/dem Gelben Sack entsorgen.
  • Bitte nicht stapeln: Mehrere Verpackungen ineinandergeschoben? Das spart zwar Platz, erschwert aber die Arbeit von Sortieranlagen. Besser: Joghurtbecher und andere Verpackungen nicht stapeln, Getränkekartons & Co. flachdrücken und in der Gelben Tonne/dem Gelben Sack entsorgen.
  • Glasverpackungen: Mit oder ohne Deckel? Werden Glasflaschen mit Verschluss im Altglascontainer entsorgt? Oder kommt der Verschluss separat in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack? Beides geht! Nur in den Restmüll sollte der Deckel auf keinen Fall gelangen. Denn so gehen Wertstoffe wie Weißblech oder Kunststoffe dem Recyclingkreislauf unwiederbringlich verloren.
  • Papier ist nicht gleich Papier: Papier, Pappe, Karton gehören ins Altpapier – das ist eigentlich ganz einfach. Doch Vorsicht, manche Produkte sind zwar papierähnlich oder bestehen in Teilen auch aus Papier, gehören aber in den Restmüll! Das gilt zum Beispiel für Taschen-, Kosmetik- und Feuchttücher, Papierservietten und -Küchentücher oder Tapeten.

Müll richtig trennen für mehr Recycling

Je besser wir unseren Abfall trennen, desto mehr Wertstoffe können recycelt werden und desto größer ist der Nutzen für unsere Umwelt. So vermeidet jede Tonne Recyclingkunststoff, die statt Primärkunststoff aus zum Beispiel Rohöl zum Einsatz kommt, zwischen 1,5 und 3,2 Tonnen klimarelevanter Treibhausgase (CO2-Äquivalente). Papier kann zehn- bis 25-mal wiederverwendet werden. Das spart Rohstoffe wie Wasser, Holz und Energie. Glasscherben wiederum können ohne Qualitätsverlust beliebig oft eingeschmolzen werden. Neue Glasflaschen bestehen zu 60 Prozent aus Altglas, Grünglas sogar aus bis zu 90 Prozent.

Noch mehr Infos und Fakten zum Thema Mülltrennung erfahren Sie auf der Website „Mülltrennung wirkt“:

www.muelltrennung-wirkt.de

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